Jacques Lacan: Vorlesungen über Las meninas von Velázquez (Übersetzung) – Teil I

Ers­te deut­sche Über­set­zung von La­cans Las-meni­nas-Vor­le­sun­gen

An­kün­di­gung der Las-meni­nas-Vor­le­sun­gen (27. April 1966, Aus­zug)

Der Punkt des se­hen­den Sub­jekts und der Punkt des bli­cken­den Sub­jekts (4. Mai 1966)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 10. Sitzung (16. Juni 1971), Übersetzung

Se­mi­nar 18, „Über ei­nen Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Voll­stän­di­ge Über­set­zung, Teil 10/10

The­men:
– Der Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre, ist die Hy­po­the­se, von der her je­der Dis­kurs sich be­grün­det.
– Wahr­heit und Schein in Be­zug auf den ka­pi­ta­lis­ti­schen Dis­kurs: Mehr­wert und Geld­fe­tisch
– Wahr­heit und Schein in Be­zug auf die Psy­cho­ana­ly­se: Es gibt kein se­xu­el­les Ver­hält­nis; Über­brü­ckung durch Kas­tra­ti­on als Ver­bin­dung von Ge­nie­ßen und Schein (Phal­lus)
– Mit Fre­ge: Name-des Va­ters als Sinn und Phal­lus als Be­deu­tung
– Der Name ruft zum Spre­chen auf, der Phal­lus ist das, was nicht ant­wor­tet.
– Lo­gi­sche Ent­spre­chung zum Va­ter: die Null, die Zähl­bar­keit er­mög­licht
– Ödi­pus­kom­plex als Echo auf die Zu­rück­wei­sung der Kas­tra­ti­on durch die Hys­te­ri­ke­rin durch Zu­schrei­bung an den Part­ner
– Die weib­li­che For­de­rung pap­lu­dun (nicht mehr als ei­ner) ist Grund­la­ge von Freuds Ori­en­tie­rung am Mo­no­the­is­mus.
– Das männ­li­che „zu­min­dest eins“ ent­spricht Pea­nos Nach­fol­ger­funk­ti­on.
– Ge­bot des Über-Ichs: die pa­ra­do­xe For­de­rung „Ge­nie­ße die, die du liebst!“

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 9. Sitzung (9. Juni 1971), Übersetzung

Se­mi­nar 18, „Über ei­nen Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Voll­stän­di­ge Über­set­zung, Teil 9/10

The­men:

– Das Ge­schrie­be­ne und der Schrei
– Spra­che und Schrift wie Fleisch und Kno­chen
– For­mel der Frau: nicht-∀x.Φx, For­mel des Man­nes: nicht-∃x.Φx
– Ge­gen­satz zwi­schen Wahr­heit und Ge­nie­ßen des Scheins, näm­lich des Phal­lus
– „Die Be­deu­tung des Phal­lus“: Be­deu­tung im Sin­ne von Fre­ge
– Die Spra­che hat nur eine Be­deu­tung: sie kon­no­tiert die Un­mög­lich­keit, das se­xu­el­le Ver­hält­nis zu sym­bo­li­sie­ren.
– Un­ter­schied zwi­schen der Hys­te­ri­ke­rin und „ei­ner Frau“
– Die Hys­te­ri­ke­rin täuscht vor, Be­sit­ze­rin des Scheins zu sein, hom­moi­n­zin (au moins un, zu­min­dest ei­ner / Mann mi­nus ei­ner)
– Die Hys­te­ri­ke­rin stützt die For­mel ∀x.Φx.
– Eine Frau rich­tet an ei­nen Mann die For­de­rung nach pap­lu­du­ne (pas plus d’une), „nicht mehr als eine“.
– Er­mög­licht die Psy­cho­ana­ly­se ei­nen Zu­gang zu „ei­ner Frau“?
– Ge­gen­satz zwi­schen dem Ödi­pus­my­thos (Ver­bot der Mut­ter und Hys­te­rie) und dem My­thos von „To­tem und Tabu“ (Ver­bot al­ler Frau­en und Zwangs­neu­ro­se)

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Jacques Lacan: Seminar XVIII, 8. Sitzung (19. Mai 1971), Übersetzung

Se­mi­nar 18, „Über ei­nen Dis­kurs, der nicht vom Schein wäre“ (1971)
Voll­stän­di­ge Über­set­zung, Teil 8/10

The­men:
– Funk­tio­na­le Äqui­va­lenz von Ge­schrie­be­nem und Ge­nie­ßen
– Der Buch­sta­be („Der ge­stoh­le­ne Brief“) be­zieht sich auf das se­xu­el­le Be­dürf­nis und auf das ge­schrie­be­ne Ge­setz und stellt eine Fra­ge zum fik­ti­ven Cha­rak­ter des se­xu­el­len Ver­hält­nis­ses
– Der Be­stim­mungs­ort, den der Brief im­mer er­reicht, ist das im Phan­tas­ma ge­spal­te­ne Sub­jekt
– Rol­le des Auf­schrei­bens für die Ve­ri­fi­ka­ti­on in der Wis­sen­schaft
– Das se­xu­el­le Ver­hält­nis kann nicht ge­schrie­ben wer­den
– Das Sub­jekt der All­ge­mein­aus­sa­ge ist rein sym­bo­lisch
– Dar­stel­lung der vier Aus­sa­ge­ar­ten in der Quan­to­ren­lo­gik und die Ne­ga­ti­on des Quan­tors
– Der Mann ist als „je­der Mann“ in der phal­li­schen Funk­ti­on
– Die Frau ist nicht „jede Frau“
– „Eins mehr“ (un en plus, un en pe­lu­ce) und „zu­min­dest ei­ner / Mann mi­nus ei­ner“ (au moins un, hom­moi­n­zin)

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